Autor: eLabona.de, 16.04.2026. Wenn bei einem Haus Außenjalousien geplant werden, konzentrieren sich die meisten vor allem auf Optik, Farbe oder Bedienart. Über das spätere Ergebnis entscheidet aber oft etwas ganz anderes – das Detail über dem Fenster. Genau dort entsteht nämlich der Platz, in dem die Jalousien später verschwinden, und wenn dieser Bereich nicht gleich zu Beginn richtig gelöst wird, wird es später unnötig aufwendig, teuer und oft auch optisch unschön. Genau deshalb wurde die PurBox entwickelt. Sie ist eine clevere und baulich saubere Lösung, die den Platz für Außenjalousien so vorbereitet, dass alles technisch richtig funktioniert, gut aussieht und gleichzeitig keine unnötigen Wärmeverluste entstehen. Was ist eine PurBox und warum sollte man sie für Außenjalousien verwenden? Die PurBox ist ein vorbereiteter Kasten für den Einbau von Außenjalousien in die Fassade. Einfach gesagt schafft sie den Raum, in dem die Jalousien beim Hochziehen verschwinden. Gleichzeitig ist sie aber weit mehr als nur ein „Jalousienkasten“. Eine gut geplante PurBox hilft nämlich auch dabei, den Bereich über dem Fenster zu dämmen, und reduziert Wärmebrücken deutlich – ein Problem, das bei solchen Details sehr häufig auftritt. Ein großer Vorteil ist das verwendete Material. PurBoxen werden aus Purenit hergestellt, teilweise auch in Kombination mit PIR-Dämmung. Dadurch sind sie leicht, stabil und formbeständig. Sie verändern sich weder durch Temperatur noch durch Feuchtigkeit oder den Kontakt mit Bauchemie. In der Praxis bedeutet das mehr Sicherheit, dass das Detail über dem Fenster langfristig zuverlässig funktioniert und sich mit der Zeit weder verzieht noch spätere Arbeiten erschwert. Die Unterputzlösung ist außerdem auch aus Sicht der Dämmung im Bereich von Stürzen und Fensteranschlussfugen sehr sinnvoll. Die vorbereiteten Kästen lassen sich einfach in das Wärmedämmverbundsystem integrieren und funktionieren auch bei modernen Niedrigenergie- oder Passivhäusern sehr gut. Welche PurBox ist die richtige? Die Wahl des richtigen PurBox-Typs hängt vor allem davon ab, in welcher Bauphase sich Ihr Haus gerade befindet. Und genau das ist für die Entscheidung entscheidend. Wenn Ihr Haus bereits steht, die Fenster eingebaut sind und Sie die Vorbereitung für Außenjalousien noch vor der Fassadendämmung lösen möchten, ist eine freistehende PurBox für Außenjalousien meist die passende Wahl. Sie wird nachträglich über dem fertigen Fenster montiert und schafft den nötigen Platz für die spätere verdeckte Verschattung. Das ist eine praktische Lösung, wenn der Rohbau bereits abgeschlossen ist und das Detail ohne aufwendige bauliche Eingriffe vorbereitet werden soll. Purenit-Jalousienkasten: PBI vs. PB und die Unterschiede Im Sortiment finden Sie zwei grundlegende Kastentypen: PBI und PB. Der wesentliche Unterschied liegt darin, ob der Kasten zusätzlich eine Dämmung enthält. PBI – Purenit-Kasten mit PIR-Dämmung ist die am häufigsten verwendete und gleichzeitig effizienteste Variante. Zum Purenit-Kasten kommt hier eine PIR-Dämmung mit einer Stärke von etwa 30 bis 60 mm hinzu, wodurch ein sehr gut gedämmtes Detail über dem Fenster entsteht. Diese Variante ist ideal überall dort, wo Sie in einem Schritt nicht nur den Platz für die Jalousien schaffen, sondern gleichzeitig auch eine thermisch saubere Lösung ohne Wärmebrücken umsetzen möchten. PB – Purenit-Kasten ohne Dämmung besteht ausschließlich aus Purenit-Platten und wird vor allem dort eingesetzt, wo die Dämmung des Sturzes bereits separat gelöst ist. In diesem Fall dient der Kasten in erster Linie dazu, im Wärmedämmverbundsystem den richtigen Raum für Außenjalousien zu schaffen. So misst man eine PurBox richtig aus Ein großer Vorteil der PurBoxen ist, dass sie zu den am einfachsten auszumessenden Produkten gehören. Genau deshalb eignen sie sich auch gut für die Bestellung über einen Onlineshop, ohne dass Kundinnen und Kunden unnötig unsicher sein müssen. In den meisten Fällen reicht es aus, nur das Außenmaß der Fensterrahmenbreite und -höhe zu kennen. Diese Angaben finden Sie in der Fertigungsdokumentation der Fenster oder können sie direkt auf der Baustelle ausmessen. Bei einer freistehenden PurBox werden angegeben: die Breite nach dem Außenmaß des Fensterrahmens, die Höhe nach dem Außenmaß des Fensterrahmens ohne Fensterbankanschlussprofil. Die endgültige Kastenbreite entspricht dann der Breite des Fensterrahmens, während die Kastenhöhe anhand der Fensterhöhe und des gewählten Jalousietyps berechnet wird. Die Kastentiefe wird anschließend je nach Lamellentyp und gewählter Lösung festgelegt. Mit anderen Worten: bei einer freistehenden PurBox orientieren Sie sich an den Maßen des Fensterrahmens, Dadurch ist die Auswahl und Bestellung deutlich einfacher, als es auf den ersten Blick wirken mag. In den meisten Fällen gilt außerdem, dass standardmäßig gelieferte Purenit-Kästen mit PIR-Dämmung auf der Rückseite eine 30 mm starke Dämmung haben. Zum Lieferumfang gehören in der Regel auch gedämmte Laibungselemente mit Montageprofilen für die einputzbare Führungsschiene, ein U-Montageprofil als Startprofil, eine Unterputzleiste für die Vorderseite des Kastens sowie Montagekonsolen. Kundinnen und Kunden erhalten damit eine vorbereitete Lösung, die auf der Baustelle Zeit und Arbeit spart. Die Standardvermessung ist für Fensterrahmen mit einer Stärke von 40–100 mm geeignet. Ist der Rahmen kleiner als 40 mm, empfiehlt es sich, die Fenster-Fertigungsunterlagen und Fotos der Einbausituation auf der Baustelle zu senden, damit eine individuelle technische Lösung vorgeschlagen werden kann. So wählen Sie die richtige Größe und Tiefe der PurBox Genau hier passieren besonders häufig Fehler. Auf den ersten Blick scheint es vielleicht, als müsse man nur die Fensterbreite berücksichtigen. In Wirklichkeit sind aber vor allem die richtige Größe und Tiefe der PurBox entscheidend. Diese hängen nämlich nicht nur vom Öffnungsmaß ab, sondern vor allem vom Jalousietyp, von der Größe der Anlage und auch vom Aufbau der Fassade. Grundsätzlich gelten für übliche Jalousien folgende Richtwerte: PurBox 180 mm eignet sich für Standardlamellen Cetta 80 und Zetta 90 bei Verwendung von 30 mm PIR-Dämmung, für schmalere Lamellen Cetta 65 und Zetta 70 wird PurBox 160 mm verwendet, PurBox 160 mm eignet sich für Standardlamellen Cetta 80 und Zetta 90, für schmalere Lamellen Cetta 65 und Zetta 70 wird PurBox 150 mm verwendet. Die richtige Tiefe sollte immer nicht nur anhand des Jalousietyps, sondern auch anhand der geplanten Dämmstärke gewählt werden. Was tun bei längeren oder Eckkästen? Bei größeren Fenstern oder Fensterkombinationen muss auch berücksichtigt werden, dass der Kasten nicht immer aus einem Stück bestehen muss. Wenn die PurBox länger als 2.400 mm ist, wird sie standardmäßig zweiteilig geliefert. Die Verbindung erfolgt dann über ein Verbindungsset, also Verbinder oder Winkel. Bei Bedarf kann die Aufteilung zusätzlich individuell an die konkrete Situation auf der Baustelle angepasst werden. Auch Ecklösungen sind möglich. In diesem Fall sollte das Außenmaß der gesamten Konstruktion angegeben und idealerweise eine einfache Skizze aus Außenansicht ergänzt werden. So lässt sich eine Lösung vorbereiten, die exakt zur jeweiligen Bausituation passt. Welche Dämmstärke ist für die PurBox sinnvoll? Bei der Planung einer PurBox sollte auch berücksichtigt werden, wie stark die Fassadendämmung ausfallen soll. Genau das beeinflusst nämlich, wie elegant sich der Kasten in die Fassade integrieren lässt und wie gut das gesamte Detail funktioniert. Langfristig empfiehlt es sich grundsätzlich, eine Dämmstärke von idealerweise etwa 180 bis 200 mm zu wählen. Eine zu geringe Dämmung kann sich später in höheren Wärmeverlusten, beschlagenen Fenstern oder einem schlechteren Wohnkomfort bemerkbar machen. Zur besseren Orientierung können diese gängigen Varianten dienen: Bei 150 mm Dämmung sind Jalousien mit Lamellen Cetta 65, Zetta 70 oder Setta 65 sowie der Kasten PB 150 mm meist passend. Bei 160 mm Dämmung können Jalousien Cetta 65 und 80, Zetta 70 und 90, Setta 65 und 90 sowie der Kasten PBI 160 mm verwendet werden. Bei 180 mm Dämmung und mehr lassen sich praktisch alle gängigen Außenjalousien sowie der Kasten PBI 180 mm und größer einsetzen. Systemlaibungen für PurBox: Typen und Montagearten Genauso wichtig wie der Raum über dem Fenster ist auch das Detail an den Seiten. Und genau hier kommen Systemlaibungen ins Spiel, die den Anschluss der Konstruktionen und die verdeckte Führung der Jalousien lösen. Das Ergebnis ist eine sauberere Optik, eine einfachere Montage und weniger Improvisation auf der Baustelle. Die Laibungselemente lassen sich zudem leicht auf das benötigte Maß anpassen, sodass die Arbeiten schnell und präzise ausgeführt werden können. Genau diese Details haben großen Einfluss – nicht nur auf die Optik, sondern auch auf Funktion und langfristige Haltbarkeit der gesamten Lösung. In der Praxis begegnen Ihnen am häufigsten drei Varianten: System-Dämmlaibung Die System-Dämmlaibung eignet sich überall dort, wo das Detail rund um Außenjalousien einfach und sauber gelöst werden soll und gleichzeitig gute wärmedämmende Eigenschaften erhalten bleiben sollen. Sie besteht aus einer stabilisierten Wärmedämmplatte aus expandiertem Polystyrol mit hohen Anforderungen an die Druckbelastbarkeit. Dadurch ist sie besonders für EPS-Fassaden eine ideale Lösung, da sie sich gut in das gesamte Dämmsystem einfügt. Ein großer Vorteil ist, dass sie für die vollflächige Verklebung vorgesehen ist. Dadurch ist die Montage meist schnell, übersichtlich und technisch sauber. Genau deshalb ist sie eine sehr beliebte Variante überall dort, wo eine einfache und zuverlässige Lösung ohne unnötige Komplikationen gefragt ist. Sie kann sowohl mit einem Purenit-Kasten als auch mit einem Blechkasten verwendet werden. PET-Laibung Die PET-Laibung ist eine sehr vielseitige Variante und eignet sich überall dort, wo bei Montage und Einsatz mehr Flexibilität gefragt ist. Das Material ist steif, leicht und bietet guten Halt für Befestigungstechnik, was auf der Baustelle ein großer Vorteil ist. Gleichzeitig ist es beständig gegenüber Bauchemie und Feuchtigkeit und funktioniert deshalb auch unter anspruchsvolleren Bedingungen zuverlässig. Die PET-Laibung eignet sich sowohl für EPS-Fassaden als auch für hinterlüftete Fassaden. Sie kann sowohl mechanisch auf Konsolen befestigt als auch vollflächig verklebt werden, was sie zu einer sehr praktischen und universellen Lösung macht. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle und einfache Montage, durch die sie sich gut an unterschiedliche Bausituationen anpassen lässt. Purenit-Laibung Die Purenit-Laibung ist eine robuste und sehr widerstandsfähige Variante, die optimal mit dem gesamten PurBox-System zusammenarbeitet. Sie besteht aus einem Sandwich aus Purenit und XPS, konkret aus 10 mm Purenit als Trägerplatte und 20 mm XPS als Dämmung. Diese Variante eignet sich vor allem für Fassaden aus Mineralwolle und für hinterlüftete Fassaden, bei denen eine stabilere und technisch widerstandsfähigere Lösung gefragt ist. Im Unterschied zu den vorherigen Varianten wird sie in der Regel nicht verklebt, sondern mechanisch mithilfe von Konsolen am Fensterrahmen befestigt. Alternativ ist auch eine Verklebung auf tragfähigem Untergrund möglich. Ein großer Vorteil ist die einfache Montage, die hohe Widerstandsfähigkeit und gleichzeitig die sehr gute Dämmwirkung, die dabei hilft, das Detail rund um Fenster und Jalousienführung sauber zu lösen. Bei der Wahl der passenden Laibung kommt es daher immer auf das konkrete Baudetail, die Fassadenart und die für das jeweilige Projekt passende Montageart an. So läuft die Montage einer PurBox ab Einer der größten Vorteile der PurBox ist die schnelle und einfache Montage. Dadurch kommt es nicht zu unnötigen Verzögerungen auf der Baustelle und die einzelnen Arbeitsschritte greifen besser ineinander. Nach dem Aufmaß wird der passende Kastentyp gewählt, in die Öffnung eingesetzt und an die umliegenden Konstruktionen angeschlossen. Durch das geringe Gewicht ist die Handhabung einfach, und bei Sturzvarianten wird nicht einmal schweres Gerät benötigt. Die Fassade kann nach entsprechender Grundierung außerdem ohne unnötige Komplikationen direkt auf die PurBox aufgebracht werden, was den gesamten Ablauf zusätzlich beschleunigt. Die Außenjalousien selbst müssen dabei nicht sofort bestellt werden. Sie können sie direkt zusammen mit den PurBoxen bestellen oder auch erst später, wenn der Bau dafür bereit ist. Das schafft mehr Flexibilität – sowohl bei der Planung als auch beim Budget. Warum PurBox die richtige Wahl ist PurBox ist nicht nur ein technisches Zubehörteil. Es ist eine Lösung, die hilft, typische Probleme bei der Vorbereitung für Außenjalousien zu vermeiden, die Arbeiten auf der Baustelle vereinfacht und gleichzeitig für ein saubereres Fassadenbild sorgt. Sie sind unsicher, welche PurBox für Ihr Haus die richtige ist? Melden Sie sich gern bei uns – wir unterstützen Sie bei Auswahl, Aufmaß und der passenden Lösung für Ihr konkretes Bauvorhaben. Das gesamte Purbox-Sortiment